Peter-Lukas Graf
Erinnerung an Coni (Konrad Klemm)
Im Herbst 1947 wurden am Conservatoire National von Paris drei Schweizer – alle Schüler von André Jaunet – in die Flötenklasse von Marcel Moyse aufgenommen: Konrad Klemm aus Winterthur, Susi Seiler und ich selber aus Zürich. Wir besetzten damit die drei damals für Ausländer reservierten Studienplätze. So lernte ich Coni kennen. Wir waren während zwei Jahren in derselben Klasse und erlebten den Lehrerwechsel von Moyse zu Roger Cortet.
Coni war wenig älter als ich; er war mir damals voraus an musikalischer Erfahrung und hatte – Irrtum vorbehalten – bereits in Berufsorchestern unter dem berühmten Hermann Scherchen gespielt. Als junger Flötist war er – so glaube ich – ein Naturtalent mit schönem, warmem Ton, natürlicher Atmung und unglaublich flinker Zunge.
Der Pariser Damenwelt erschien der blonde Coni mit seinem blendenden Aussehen und sympathischen Wesen als Inkarnation von Jung-Siegfried. Ich bin keiner weiblichen Person begegnet, die damals nicht für ihn schwärmte.
Er bildete sich aber nichts darauf ein und war stets ein freundschaftlich gesinnter Kamerad, offenherzig und Vertrauen erweckend.
Nach dem Pariser Studium trennten sich unsere Wege. Aber im Laufe der Jahrzehnte begegneten wir uns immer wieder. Anfangs der 50er Jahre bespielten wir gemeinsam eine Schallplatte mit dem 4. Brandenburgischen Konzert. Später traf ich ihn in Rom, wo er Soloflötist bei Sta. Cecilia geworden war. Dann begann seine Krankheit. Und wann immer ich Coni wieder begegnete – bei Flötisten-Treffen oder bei Prüfungen, zu denen ich ihn als Experten einladen konnte – ich war voller Bewunderung für die grossartige Art, mit der er sein Schicksal bewältigte.
Die Erinnerung an diese beispielhafte Haltung und an einen warmherzigen Menschen bleiben erhalten.
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È mio desiderio coinvolgere coloro che possono rappresentare Conrad Klemm attraverso racconti di esperienze vissute insieme a lui, siano esse professionali, di vita, affetti e condivisione di amicizie.
Sarà mia personale premura accogliere il racconto di chi lo ha incontrato, conosciuto e apprezzato.
Serena Klemm-Bussola